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No-Show

Der No-Show ist der Gast mit bestätigter Reservierung, der nicht auftaucht und sich nicht abmeldet. Der Begriff kommt aus der Luftfahrt und ist heute die übliche Bezeichnung für unentschuldigtes Fehlen in Restaurants, Salons und Praxen.

Der Schaden ist nicht nur der ausgefallene Gast. Samstagabend um 21 Uhr ist der leere Tisch ein doppelter Verlust: der Gast, den Sie stattdessen hätten sitzen lassen können, hat Stunden vorher woanders reserviert. Bei einem durchschnittlichen Verzehr von 35 € pro Gast sind es an einem Abend 140 € für einen Tisch zu viert; bei sechs Tischen pro Woche mehr als 40.000 € im Jahr.

Warum passiert es? Weil Reservieren nichts kostet und Vergessen auch nicht: der Gast reserviert an einem Abend in drei Restaurants und entscheidet sich kurzfristig — oder denkt schlicht nicht mehr daran. Die Maßnahmen, die wirken — Anzahlung bei Gruppen, Erinnerung am Vortag, Warteliste — greifen genau diesen Mechanismus an, nicht die Unhöflichkeit.

Häufige Fragen

Welcher No-Show-Anteil ist normal?
Das hängt von Tag und Lage ab, aber 10-20 % der Reservierungen sind eine realistische Spanne für ein Restaurant ohne Gegenmaßnahmen. Mit Anzahlung und Erinnerung sinkt sie bei Gruppen oft unter 5 %.
Sind No-Show und kurzfristige Absage dasselbe?
Nein: der No-Show kommt ganz ohne Vorwarnung; die kurzfristige Absage kommt, wenn es zu spät ist, den Platz neu zu füllen. Die Erinnerung mit Bestätigung verwandelt viele No-Shows in rechtzeitige Absagen — das ist schon die halbe Miete.